Beach Soccer – Fußball mal ganz anders

Fußball auf Sand klingt nach einem netten Zeitvertreib im Urlaub am Strand. Aber tatsächlich handelt es sich dabei um eine anerkannte Sportart. Es finden Wettbewerbe statt, das Fernsehen strahlt häufig Spiele aus und es gibt etliche Fans. Über einen etwas anderen und gewiss besonderen Fußball…

Die Regeln: Ähnlich und doch total anders als beim Fußball

Zunächst läuft vieles wie beim Fußball ab. Es treten nämlich zwei Mannschaften gegeneinander an und versuchen, einen Ball im gegnerischen Tor unterzubringen. Dabei darf nur der Torwart im Rahmen seiner Begrenzung den Ball mit der Hand spielen. Es gibt bei Unentschieden Verlängerung und sollte das Spiel dann immer noch nicht entschieden sein, gibt es Penaltyschiessen. Außerdem gibt es einen Schiedsrichter, Freistöße, Ecken und Einwürfe.

Aber bei weiterem Blick ist die Sportart natürlich in vielen Punkten etwas ganz anderes. Die zentralen und großen Unterschiede zum Fußball:

  • Es wird im Sand ohne nennenswerte Ausrüstung gespielt; also in jedem Fall barfuß
  • Es spielen bei jedem Team vier Feldspieler und ein Torwart
  • Das Feld ist kleiner
  • Es gibt bei Standards eine 5-Sekunden-Regel, um Zeitspiel zu verhindern
  • Das Spiel wird nicht in Halbzeiten, sondern Drittel unterteilt
  • Gefoulte Spieler müssen Ihre Standards selbst schießen
  • Bei Freistößen darf kein Hindernis – also auch keine Mauer – zwischen Schütze und Torwart stehen

Diese Regeln machen Beach Soccer bereits zu einer gegenüber dem konventionellen Fußball ganz bunten und lustigen Variante. Allerdings macht neben diesen Regeln noch etwas anderes den Beach Soccer so besonders.

Die Details: Spektakuläre Einlagen im Beach Soccer

Beach Soccer bringt es mit sich, dass der ein oder andere Trick zu beobachten ist, der im Fußball wesentlich seltener vorkommt. Dies macht letzten Endes auch den Witz des Sports aus.

So ist es beispielhaft häufig zu beobachten, dass sich Spieler für einen Freistoß einen kleinen Hügel aufbauen. Auf diesen legen sie schließlich den Ball vor der Ausführung des Freistoßes rauf. Dadurch nimmt der Ball eine ganz andere und manchmal spektakulärere Flugbahn als unter anderen Bedingungen.

ußerdem ist ein Vorzug für die Spieler, dass sie auf Sand spielen. Das bedeutet, dass der tendenzielle weiche Boden die Spieler dazu verleitet, sorgenlos spektakuläre Einlagen zu machen. So entstehen wunderschöne und unerwartete Tore.

Die Geschichte: Wie wurde Beach Soccer populär?

Beach Soccer entstammt den Küstenregionen Brasiliens. Als fester Bestandteil der Freizeitgestaltung fanden hier regelmäßig Turniere statt. Diese wurden von immer größeren Zuschauerzahlen verfolgt und anschließend von Verbänden unterstützt. Nach der ersten inoffiziellen WM schwappte der Sport in die USA rüber. Nach einem in Florida sogar im Fernsehen ausgestrahlten Probeturnier erhielt das Spiel derartigen Zuspruch, dass nach und nach mehr Ligen sowie Verbände etabliert wurden. So war der Weg bis nach Europa geebnet. Der Rest ist gutes Marketing sowie gute Organisation der Verbände. Es bleibt gespannt abzuwarten, was die Zukunft bringt.