eSport: Zukunft des Leistungssports oder ein Trend?

eSport steigt konstant in seiner Popularität. Das Zocken von Computerspielen ist auf diesem Wege mittlerweile immer mehr ein Hauptberuf mit großer Fanbasis. Aus diesem Grund stellt sich die Frage, ob eSport die Zukunft des Leistungssports ist oder aber nur ein Trend.

Was ist eSport?

Zunächst sollte der Begriff eSport überhaupt definiert werden. Denn einfach von Sport an elektronischen Geräten zu sprechen, ist eine ungenügende Definition. Sie lässt viele Fragen offen, z.B. wie sichergestellt werden soll, dass die Konsole und das jeweilige Spiel das Ergebnis nicht dem Zufall, sondern der Leistung der Sportler überlassen.

Dies ist in konkreten Regeln festgehalten. Die Definition des eSport-Bundes in Deutschland lässt bereits vieles wichtige durchblicken: „eSport ist der unmittelbare Wettkampf zwischen menschlichen Spieler/innen unter Nutzung von geeigneten Video- und Computerspielen an verschiedenen Geräten und auf digitalen Plattformen unter festgelegten Regeln.“

Diese Regeln sehen im weiteren Wortlaut der Definition folgendes vor:

  • Zielgerichtete Bedienung der Konsole und angemessene Reaktionen auf den Spielverlauf seitens der Spieler
  • Videospiele müssen vom Aufbau und der Wirkung her ausreichend sein, um die sportliche Leistung zu ermitteln
  • Der Spielverlauf darf nicht zufällig sein und muss einen fairen und leistungsbasierten Vergleich der Spieler ermöglichen

Mit dieser Definition kristallisiert sich bereits eine Richtung heraus. Nämlich zeigt sich, dass eSport durchaus die Kriterien des konventionellen Sports erfüllt. Doch an einer anderen Sache kann man sich stören…

Ist eSport überhaupt Sport?

Tatsächlich sitzen die Spieler am PC und zocken. Ob dies als Sport angesehen werden soll, ist eine interessante Frage. Dieser Frage widmen sich Politik und Personen zunehmend. Dabei gibt es von der einen Seite die Argumentation, eSport erfülle auf verschiedenen Ebenen die Kriterien des Sports nicht. Diese Kriterien seien u.a. Bewegung und ethischer Wert.

Kritiker vertreten die Ansicht, aufgrund der mangelnden Bewegung könne eSport nicht als Sport angesehen werden. Hier sei die Frage erlaubt: Wieso wird dafür aber Schach als Sportart gewertet, obwohl dieser Sport vom Anspruch an Bewegung her genauso gering wie eSport ist?

Zur Äußerung des ethischen Werts vonseiten der Kritiker lässt sich sowohl Zustimmung als auch Ablehnung ausmachen. Auf der einen Seite stimmt es natürlich, dass viele Spiele gewaltverherrlichende Handlungen beinhalten. Auf der anderen Seite jedoch ist dies bei einigen Kampfsportarten nicht anders. Zwar wird immer betont, der Kampfsport diene primär Verteidigungszwecken, doch hinter den Kulissen lassen sich auch andere Denkweisen bei Lehrern und Trainern ausmachen.

Wieso der eSport trotzdem die Zukunft aufmischen wird

Trotz vieler Kontras und berechtigter Zweifel ist mit einer Anerkennung des eSports als offizielle Sportart zu rechnen. Wenn dies nicht passieren sollte, dann wird er dennoch die Sportbranche aufmischen. Der Grund liegt auf der Hand: Die Popularität steigt und die Sportler sind teilweise weltweit gefeiert. Die Gewinne liegen mittlerweile höher als bei diversen konventionellen und anerkannten Sportarten. Dieser Popularitätsfaktor wird es letzten Endes reißen.

Außerdem schafft der eSport noch eine weitere große Qualität. Er liefert viel mehr Leuten eine Möglichkeit, ihre Träume zu realisieren und Stars zu werden. Genau dies ist etwas Schönes: Denn mussten zahlreiche Spieler in den vergangenen Jahrzehnten anderen Hauptberufen nachgehen, haben sie nun im eSport die Chance, ihre Leidenschaft zum Beruf zu machen.

Fazit

eSport erregt die Gemüter aus vielen Sichtpunkten. Aber genau dies sorgt für seine Bekanntheit und wird diese auch aufrechterhalten. Hinzu kommen die ganzen jungen Stars, die eine hohe Anhängerschaft aufweisen und ihren Job hervorragend machen. Die Zukunft wird zeigen, was vom eSport zu erwarten ist. Mutmaßlich aber ist es Großes…

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